Was ist Fotografie? Was macht Fotografie wirklich aus?
Ist Fotografie noch Kunst im digitalen Zeitalter? Worum geht es bei der Fotografie?
Das sind Fragen, die mir durch den Kopf gehen, wenn ich an Fotografie denke.

Fotografie ist wohl ein Festhalten eines Moments. Der Drang des Menschen, in bestimmten Momenten, die Zeit anhalten zu wollen. Den Prozess des Fotografierens finde ich sehr spannend, denn er gleicht ja dem menschlichen Auge. Eine Maschine, die dem Auge ähnelt, die aber vom Menschen benutzt werden soll. Das Entscheidende beim Fotografieren ist also der Mensch hinter der Kamera. Er baut die Verbindung zu dem Motiv mit seinen Augen auf.

Ich denke, dass man vor allem in unserer Zeit bestrebt sein soll das Digitale und Tote ein Stück weit zu beleben. Es mit der eigenen Seele zu durchdringen. Und je weiter man die eigenen seelischen Qualitäten entwickelt, desto mehr wird es wohl einem gelingen, die digitale Fotografie immer kunstvoller zu gestalten. Denn letztendlich ist es nicht mehr das Licht, welches auf einer Silberplatte zeichnet, sondern die menschliche Persönlichkeit durch das Auge, welches eine Verbindung zu der Außenwelt aufbaut, um die toten Pixel kunstvoll zu beleben.

Worum es bei der Fotografie geht ist schwer zu sagen, denn es kommt eben auf jeden Fotografen und seine Absicht an. Manche wollen das Künstliche hervorheben, manche das Grausame, manche das Lebendige, Schöne, Seltsame, Alltägliche... die Möglichkeiten nehmen kein Ende. Dennoch denke ich, dass im Großen und Ganzen bei der Fotografie gerade um diesen Kunstaspekt geht, etwas Totes zu beleben, es mit der eigenen Seele zu durchdringen.